Pressestimmen: musik+ im Wandelsaal

Fotos: Stefan Schumacher

Fotos: Stefan Schumacher

Mit dem Start der neuen Konzertreihe „musik+“ ist dem Verein der Freunde und Förderer der Musik in Mönchengladbach laut Presse und Publikumsmeinung ein bemerkenswerter Auftakt gelungen. Am 23. April 2026 verwandelte sich der Wandelsaal der Zentralbibliothek im Carl-Brandts-Haus in einen Ort, der an diesem Abend klassische Musik neu erfahrbar machte: persönlich, nahbar und im direkten Austausch mit dem Publikum.

Bereits vor dem ersten Ton wurde deutlich, dass dieses Format bewusst mit Konventionen bricht. Statt klassischer Konzertbestuhlung erwartete die Besucherinnen und Besucher eine wohnliche Atmosphäre mit Sesseln, Kissen und warmem Licht. Ziel war es, die Distanz zwischen Bühne und Publikum aufzulösen – ein Konzept, das laut Presse und Publikum voll aufgegangen ist.

Die Rheinische Post beschreibt den Abend als „technisch makellose Musizierlust“ in einer „gemütlichen Wohnzimmer-Atmosphäre“, die den idealen Rahmen für das hochkarätige Programm des Duo Kravets-Kassung bot.

Foto: Standpunkt Redaktion

Im Zentrum des Abends stand nicht nur die Musik selbst, sondern vor allem der Dialog. Moderator Javier Álvarez Fuentes führte durch das Programm, indem er bewusst nicht klassische Werkeinführungen in den Vordergrund stellte, sondern die Menschen hinter der Musik sichtbar machte. Dieses Konzept ermöglichte einen unmittelbaren Zugang, auch für ein Publikum ohne Vorkenntnisse.

Das Duo Kravets-Kassung überzeugte dabei mit einer seltenen instrumentalen Kombination aus Violoncello und Gitarre sowie einem vielseitigen Programm zwischen Klassik, Tango und zeitgenössischer Musik. Besonders hervorgehoben wurde die eigens komponierte Sonate „Ein Traum vom Frieden“, die laut Rheinischer Post „eindrucksvoll“ zur Geltung kam.

„Klassik, aber ohne Pssst!“. Auch das junge Kulturmagazin Standpunkt hebt die besondere Atmosphäre hervor und beschreibt das Konzert als Format, bei dem „du nicht still sitzen musst, nichts verstehen musst und trotzdem alles fühlen kannst“.

Das Konzept, Klassik aus dem traditionellen Rahmen zu lösen und als gemeinsames Erlebnis zu gestalten, wird hier besonders deutlich: „Kein Abstand, kein elitäres Gehabe, eher wie ein Treffen mit richtig guter Live-Musik.“

Der Eindruck eines offenen, gemeinschaftlichen Abends zieht sich durch alle Rückmeldungen. In einem weiteren Bericht beschreibt Standpunkt das Konzert treffend als „ein Treffen mit Freunden, nur mit Live-Musik mittendrin“.

Besucherinnen und Besucher betonten insbesondere die ungezwungene, wohnliche Atmosphäre, die Nähe zu den Musikerinnen und Musikern, die Möglichkeit, Musik aktiv und ohne Hemmschwelle zu erleben. Eine Besucherin fasste es so zusammen: „Es war nicht einfach nur ein Konzert. Es war eher wie ein Gespräch mit Musik.“ Auch die Künstler selbst hoben den intensiven Austausch hervor. Die direkte Nähe zum Publikum habe das Musizieren „viel unmittelbarer und ehrlicher“ gemacht.

Der erfolgreiche Auftakt zeigt: „musik+“ trifft einen Nerv. Die Verbindung aus künstlerischer Qualität, innovativem Raumkonzept und dialogischem Ansatz schafft neue Zugänge zu verschiedenen Musikgenres generationenübergreifend und niedrigschwellig.

Die Einbindung von Jugendlichen in Konzeption und Umsetzung mit dem Standpunkt-Magazin und der MedienWerkstatt sowie die Kooperation mit der Stadtbibliothek unterstreichen den Anspruch, Musik als gesellschaftlichen Begegnungsraum zu denken. Oder, wie es eine Besucherin formulierte:
„Wenn dieser Abend ein Ort wäre, dann wäre es ein Wohnzimmer voller Geschichten.“

Die nächste Ausgabe der Reihe ist bereits für den 19. November geplant und nach diesem Auftakt darf man gespannt sein auf unser neuen musikalischen Gäste im Wohnzimmer der Zentralbibliothek im Carl Brandts Haus.

Fotos: Stefan Schumacher